Jugend im Parlament

ju_pa_logoZwei Azubis aus dem Bankbereich, Luise Moritza-Kuhl und Felix Faulstich, werden 2015 als Mentoren für das Projekt „Jugend im Parlament“ fungieren. Als Mentoren unterstützen Sie die Jugendlichen beim Start des politischen Planspiels. Sie selber haben 2014 bei „Jugend im Parlament“ sehr engagiert teilgenommen.

Felix Faulstich und Luise-Moritza Kuhl, Foto: Daniel Posselt (2014)
Felix Faulstich und Luise-Moritza Kuhl in der Hamburgischen Bürgerschaft

Im Folgenden noch einmal der Bericht aus dem Jahr 2014:

Berufsschule: Parlament statt Filiale
Für eine Woche tauschten Luise-Moritza Kuhl und Felix Faulstich ihre Ausbildungsfiliale mit einem Platz in der Hamburgischen Bürgerschaft. Die beiden Auszubildenden der Haspa nahmen im Herbst 2014 an „Jugend im Parlament“ teil. Bei diesem größten Planspiel für Politik in Hamburg schlüpfen alljährlich 130 Schüler und Auszubildende in die Rolle der Bürgerschaftsabgeordneten, Senatoren und Präsidenten. Und das unter fast realen Bedingungen, denn getagt wird in der Hamburgischen Bürgerschaft, diskutiert werden aktuelle Probleme, an den Ausschusssitzungen und Debatten nehmen geladene Abgeordnete teil und mit den am Ende gefassten Beschlüssen befassen sich anschließend die „echten“ Parlamentarier und Ausschüsse.

Wie kommt man als Auszubildender zur Teilnahme an so einer interessanten Veranstaltung? Luise-Moritza Kuhl und Felix Faulstich interessierten sich zwar bereits in ihrem Leben vor der Ausbildung für Politik, doch den Anstoß gab eine Information der Haspa für all ihre Auszubildenden, in der auf „Jugend im Parlament“ hingewiesen wurde.

Bewerbung, Klärung der einwöchigen Freistellung vom Betrieb und schon ging es im Herbst 2014 los. Die 130 Jugendparlamentarier wählten die zwei Haspa-Auszubildenden in führende Positionen. Felix Faulstich wurde Vorsitzender eines Ausschusses für Inneres, der sich unter anderem mit der Polizeiarbeit beschäftigte, Luise-Moritza Kuhl wurde zur Bürgerschaftspräsidentin gewählt.

Und was hat man dann zu tun? Als Präsidentin muss man hauptsächlich „die Sitzungen eröffnen, leiten und diese dann natürlich auch wieder schließen. Das hört sich leichter an, als es tatsächlich war, denn die Sitzungen waren meistens nicht ruhig und wir hatten selten bis nie die gleiche Meinung“, so Luise-Moritza Kuhl. Auch Felix Faulstich hatte Leitungsaufgaben in seinem Ausschuss. Zudem lag es in seiner Hand, Bürgerschaftsabgeordnete zu den Ausschusssitzungen einzuladen und sich um diese vor und nach den Sitzungen zu kümmern.

In dem halben Jahr nach der Planspiel-Woche „Jugend im Parlament“ befassten sich die „echten“ Parlamentarier mit den Beschlüssen der Jugendliche. Felix Faulstich konnte erleben, dass die Überlegungen seines Ausschusses zum Gefahrengebiet Eingang in die Realität fanden.

Das Fazit der beiden: Politische Arbeit ist sehr interessant und vielschichtiger, als es auf den ersten Blick scheint. Beide möchten sich politisch verstärkt aktiv engagieren.