Interview mit Schulleiter Ulli Natusch

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Welche Bedeutung hat der heutige Tag für die Schule?
Obwohl wir schon seit März räumlich zusammen an einem Standort sind, ist der formale Zusammenschluss eine Gelegenheit sich bewusst zu machen, das jetzt – quasi wie ein neues Gebäude – eine neue Schule zu organisieren ist.

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Schulleiter Ulli Natusch bei der Begrüßung des Lehrerkollegiums der neuen BS11 nach den Sommerferien.

Welche Ziele verfolgt die Schulleitung für das kommende Schuljahr?
Teamarbeit ist eine zwingende Voraussetzung für gute Leitung. Daher wird die neue Schule eine flache Hierarchie haben. Es soll ein möglichst großer Entscheidungs- und Handlungsspielraum bei den einzelnen Abteilungen und bei den einzelnen Kolleginnen und Kollegen verbleiben.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit aller an der Schule beteiligten Personen. Respekt und Vertrauen sind Voraussetzung für eine konstruktive Atmosphäre, in der zusammen nach der besten Lösung gesucht wird. So können dann alle Abteilungen, vom Beruflichen Gymnasium wo die ersten tollen Konzepte schon umgesetzt werden über die Berufsschule, die Berufsvorbereitung bis hin zu den Migrantenklassen voneinander lernen.
In diesem Sinne wollen wir gemeinsam die Identität der Beruflichen Schule St. Pauli entwickeln und gestalten.

Wahl der Gremien
Wahl der Schulgremien: Personalrat, Ordnungsausschuss usw. Wichtige Bindeglieder zwischen Schülerschaft, Lehrerschaft, Elternschaft, Betrieben und Kammern.

Welche Hindernisse sind auf diesem Weg zu überwinden?
Einige Kolleginnen und Kollegen müssen liebgewordene Gewohnheiten über Bord werfen. Dies fällt immer schwer, insbesondere wenn es sich um Bereiche handelt, in denen jahrelang pädagogisch erfolgreiche Arbeit geleistet wurde.

Was für ein Gefühl ist es jetzt, nach langer Vorbereitung den ersten Tag an der neuen Schule zu erleben?
Das ist schon eine besondere Anspannung, sowohl persönlich als auch für die Kolleginnen und Kollegen. Es ist etwas Besonderes. Der Tag fühlt sich wichtig an. Ich glaube bei den meisten Lehrerinnen und Lehrern überwiegt Freude und Hoffnung, dass es gut wird.
Die Vorbereitung der Fusion hat in den letzten 1,5 Jahren einen größeren Raum der Schulleitungsarbeit eingenommen. Dabei ging es immer wieder um eine Vielzahl von kleinen Details, Probleme die man vorher nicht bedacht hatte erforderten einen enormen Einsatz der Schulleitung und der an der Fusion mitarbeitenden Kolleginnen und Kollegen.

Wie sieht die Schule in einem Jahr aus?
Im BG wurden die ersten Schritte zur Umsetzung der vereinbarten Konzepte und Ideen geleistet. Es soll eine offene Diskussion über die nächsten Schritte geben.
Ich wünsche mir, dass weniger als bisher zu erkennen ist, von welcher Schule welche Kollegen gekommen sind.
Die Schule ist dann fertig renoviert, die neue Technik funktioniert und wird von möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen genutzt. Es gibt mehr und verbesserte Angebote was z.B. Wahlmöglichkeiten, Wahlkursangebote oder Freizeitangebote angeht. Das umfasst z.B. auch die Kantine.

Herzlichen Dank und viel Erfolg für die Arbeit in der Schulleitung!

[ Das Interview führte Ralf Courvoisier mit Herrn Natusch am 26.08.2015 in der BS11 ]