BS11 NEWS | JULI 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

die 2. Ausgabe unserer BS11-NEWS hat es in sich. Geballte Ladung Brexit aus Sicht der Banker und natürlich EM 2016: Auch wenn’s nicht so geklappt hat wie gewünscht und die EM schon wieder Geschichte ist – der Beitrag über die Wikinger und der Deutschland-Italien-Livekommentar sind unbedingt lesenswert. Dass Unterricht auch spannend sein kann, zeigt der Artikel über die Gewässer-Analyse. Und überhaupt: Schule scheint sich doch zu lohnen – das könnt ihr im Essay „Mein Weg zum Abitur“  nachlesen. Dazu noch einige brandheiße Überlebenstipps für die Sommerferien. In letzter Minute noch ein Beitrag der IVK-Schüler über ihre Berlin-Fahrt.

Toll, dass sich bei der 2. Ausgabe schon so viele neue SchülerInnen beteiligt haben. Die Juli-Ausgabe ist damit mehr als 3-mal so lang wie die Juni-Ausgabe. Die September-Ausgabe ist auch schon in Planung und es haben sich bereits eine Reihe von SchülerInnen als neue Redakteure und Reporter mit tollen Ideen vormerken lassen. Wer noch mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

Schreibt ruhig Eure Kommentare zu den Beiträgen – wir werden sie publizieren. Und nun – viel Spaß beim Scrollen und Lesen, beim sich Wundern und Bewundern. Wir hören voneinander nach den Sommerferien – mal sehen, was ihr so zu berichten habt.

Juli 2016, Eure Mette Seifert


Konstantin bei der Gewässerprobe
Bei Konstantin blieben beide Beine trocken. Wer also war der Mutige?

Tümpel oder See – das ist hier die Frage.

Am Donnerstag, den 23.06.2016 fuhr die Bili-Klasse der BS 11 (#elite#betterthanyou#shortyistcool) auf eine Exkursion zum ZSU (Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung) in Hamburg-Klein Flottbek. Dort wurden wir von einer netten, jungen Biologie-Studentin empfangen, welche uns ca. 4 Stunden durch das Projekt leitete. Das Biotop befand sich im Zentrum des ZSU-Geländes.
Nach einer genauen Anweisung und Einführung in das Thema der gewässerökologischen Untersuchungen, sind wir zusammen zu dem Gewässer gegangen. Wir bestanden aus 6 Teams, welche jeweils einen Koffer bekamen, in dem sich die Materialien zur Messung von Temperatur, elektronischer Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, Natrium- und Phosphatgehalt, Nitrat- und Ammoniumgehalt und den pH-Wert des Teiches befanden. Mit diesen Werten sollten wir die Trophiestufe (oligotroph, mesotroph, eutroph und polytroph) bestimmen.

Anschließend haben wir die Messungen am Teich mit teilweise chemischen Substanzen durchgeführt und hierzu ein Messprotokoll ausgefüllt. Des weiteren haben wir kleine Lebewesen aus dem Teich gecatchert, um diese anschließend mit Mikroskopen zu untersuchen. Anhand der Tiervielfalt kann man ebenfalls die Produktivität und die Trophiestufe des Teiches bestimmen. Bei dieser Mission hat sich Florian (Name aufgrund datenschutzrechtlichen Bestimmungen geändert) gedacht, er erlebt den Teich „hautnah“ und tauchte sein linkes Bein in den Teich hinein.

Im Laufe dieses Tages wurde uns so richtig klar, wie wichtig die Qualität des Wasser für unsere Umwelt und für unseren eigenen Alltag ist. Für uns war dieser Ausflug auch deswegen besonders interessant und lehrreich, da wir die Untersuchungen selber durchführen konnten und unsere Ergebnisse selber ausgewertet haben. Das Thema prägt sich somit viel besser ein, da man praktisch lernen kann und nicht nur auf theoretische Fakten beschränkt ist.
Also vergesst nicht: Wasser ist die Grundlage unseres Lebens. Ohne Wasser – kein Leben.
[Von Neele und Joel]

Beitragsbild_Europa-Wohin
You’re gonna miss me when i’m gone
Am 23.06.2016 entschied sich Großbritannien als erstes Mitglied der Staatengemeinschaft, für den Austritt aus der EU. Mit dem Vereinigten Königreich verlässt uns eines der größten Länder der EU, und es stellt sich die Frage: Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage lässt sich durch logische Überlegungen kaum begründen, da die Veränderungen nicht absehbar sind und es sogar zu einem Verfall der EU und Großbritanniens kommen könnte. Das Votum lässt sich nur durch eine rein emotionale Betrachtungsweise erklären. Schon immer nahm Großbritannien eine Sonderrolle in der EU ein. Wichtig ist nun allerdings nicht mehr, wie sich das Vereinigte Königreich einmal als Mitglied in der EU gemacht hat, sondern wie es für alle Beteiligten nach dem ersten Austritt eines Landes weitergehen wird.
Es ist offensichtlich, dass der Austritt Großbritanniens nur wenige Vorteile mit sich bringt. Der so genannte „Brexit“ hat allerdings nicht nur Auswirkungen auf das Vereinigte Königreich, sondern auf die gesamte Europäische Union. Doch was könnte sich konkret für die Briten und für uns als Mitglied der EU verändern?
Zunächst wird Großbritannien mit dem Austritt aus der EU nicht nur aus der Wirtschaftunion austreten, sondern auch aus dem Schengenraum, in dem es als kooperierender Staat galt. Dies wird für die Mitglieder der EU die Einreise nach Großbritannien etwas erschweren, da es nun als Drittstaat gilt und somit standardisierte Personenkontrollen an den Grenzen eingeführt werden. Allerdings war die Einreise in ein kooperierendes Land (wie z.B. England) schon vor dem Brexit nicht gleichzusetzen mit einer Einreise in einen Vollanwenderstaat (wie z.B. Frankreich). Das heißt es gab auch schon vor dem Brexit an den Grenzen von England ein sehr viel höheres Aufgebot von Sicherheits- und Personalausweiskontrollen. Diese gibt es bei den Vollanwenderstaaten nicht, was eine Einreise deutlich vereinfacht. Man kann also sagen, dass es durch den Brexit für die EU Mitglieder nun zu einem endgültigen Ende der Freizügigkeit kommt.
Zusätzlich zu den Erschwerungen bei der Einreise könnten sich jedoch noch andere, sehr viel schwerwiegendere Auswirkungen ergeben. Wie aus dem Brexit Ergebnis sichtbar wurde, ist sich Großbritannien zum Thema EU nicht einig und fast zur Hälfte gespalten. So sind die Staaten Irland und Schottland von dem Gedanken der EU überzeugt und könnten nach einem vollzogenen Austritt aus der EU für einen Austritt aus dem Vereinigten Königreich stimmen und danach als eigene Staaten der EU wieder beitreten. Dies hätte für Großbritannien und vor allem für England weit reichende Folgen, da sich der Handel zwischen den Ländern danach deutlich erschweren würde. Allerdings würde ein späterer Wiedereintritt von Schottland und Irland den Grundgedanken der EU unterstützen und Zweifel in anderen Ländern vermutlich abschwächen. Schon bevor der Brexit entschieden wurde, herrschte auch in anderen EU Ländern, wie in den Niederlanden, Spanien und Italien Uneinstimmigkeit über den Gedanken der EU. Diese Staaten könnten nun dem Beispiel Großbritanniens folgen und ebenfalls die EU verlassen, oder zumindest eine ähnliche Abstimmung anstreben. Käme es jetzt nach dem Brexit zu weiteren Austritten aus der EU könnte es im schlimmsten Fall sogar zu einem Verfall der EU kommen. Dies hätte für sämtliche Länder innerhalb des Wirtschaftsraumes erhebliche Folgen.
[Paul Gasthuber & Veit Grimm  B15/51 – Berufsschule Banken]

Mein Weg zum Abitur
am Beruflichen Gymnasium St.Pauli

Melissa Christansdottir (BG16/1) beantwortet hierzu sechs interessante Fragen:
Wie bist Du auf das Berufliche Gymnasium St. Pauli aufmerksam geworden?
Melissa_BG_BS11Das ist eine lange Geschichte! Nach dem Abschluss der zehnten Klasse, habe ich die Schule gewechselt, um Abitur zu machen. Die Wahl fiel auf ein allgemeinbildendes Gymnasium, dies hielt ich damals für eine gute Idee.
Schnell habe ich dies jedoch bereut und gemerkt, dass dies überhaupt nichts für mich ist. Die Schüler der Klasse kannten sich zum Großteil bereits seit der 5. Klasse und es war nicht ganz einfach sozialen und inhaltlichen Anschluss zu finden. Viel Unterstützung gab es dort leider nicht. Außerdem fehlte mir der Bezug zur beruflichen Praxis.
Ehrlich gesagt hatte ich ziemlich schnell genug von der Schule und fing an meine gesamten beruflichen Ziele in Frage zu stellen. Doch dann erzählte mir eine Bekannte von dem Beruflichen Gymnasium St. Pauli.
Aussagen wie „Dort sei alles anders!“, „es ist ein Neustart für alle Schüler“, „der Unterricht ist viel berufsorientierter“, „die Lehrer   kennen sich in der Arbeitswelt aus!“machten mich neugierig.
Kurzerhand informierte ich mich auf der Homepage und vereinbarte einen Termin mit der Schule. Tja… und dann entschied ich mich für den Neustart!
Drei Jahre Berufliches Gymnasium St. Pauli- wurden Deine Erwartungen erfüllt?
Ja! Es ist wirklich ganz anders hier! Es wird auf jeden einzelnen Schüler geachtet und eingegangen. Es wird alles dafür getan, um uns zu unterstützen. Meine Motivation kam schnell zurück und blieb – zumindest meistens (vielleicht nicht gerade in der 7./8.Stunde;-))!
Die wirtschaftlichen Unterrichtsfächer haben mir besonders viel Spaß gebracht. Egal, ob ich mich für ein Studium oder eine kaufmännische Berufsausbildung entscheiden werde, ich fühle mich sehr gut vorbereitet.
Aber entscheidend waren wohl die Lehrer. Ich hatte die coolsten Klassenlehrerinnen (Frau Schmelzling und Frau Fritz), die ich mir vorstellen konnte. Auch unser Englisch-Lehrer Herr Hutterer machte es uns schwer, schlechte Laune zu haben. Im Nachhinein betrachtet waren eigentlich alle meine Lehrer in Ordnung.
Was waren die Highlights in den drei Jahren?
  • Eindeutig der Ski-Sportkurs!!! Ich war vorher noch nie Skifahren und jetzt kann ich nicht mehr genug davon bekommen. Aber auch der Sportkurs in der Kaifu-Lodge hat mir sehr viel Spaß gebracht.
  • Die Fertigstellung des Neubaus und der damit verbundene technische Aufstieg. Ein PC in jeder Klasse ist Gold wert!
  • Lustige Momente mit unseren Lehrern. Spontan fällt mir dazu Frau Fritz, laute Musik im Klassenzimmer und AC/DC ein.
  • Der Museumsbesuch für 2 €, der plötzlich noch 7 € extra kosten sollte. (Frau Agnesmeyer und Herr Hutterer werden wissen worum es geht)
Was war nicht so schön?
  • Als HSV-Fan neben dem Millerntor- Stadion zur Schule zu gehen ;-)! Naja, dafür ist aber die Lage perfekt. Schön zentral und die Rindermarkthalle ist auch super!
  • Die verlängerten Pausen
  • Manchmal möchte die Schule zu viel unterstützen…! Dies führte teilweise dazu, dass ich meiner Lernbegleitung aus dem Weg gegangen bin, weil ich keine Unterstützung wollte (sorry Frau Pagels)!
  • Ohne Fahrstuhl in den 4.Stock- wieso dürfen die Schüler nicht Fahrstuhl fahren?
  • Überlastetes WLAN-Netz für Schüler
  • Als gebürtiges Landei unter den Stadtkindern zu sein ;-). Im Wildpark Schwarze Berge bezeichneten meine Mitschüler doch tatsächlich Pferde als Esel!
Die Abiturprüfungen liegen nun hinter Dir – wie hast Du die stressige Zeit überstanden?
Ehrlich gesagt fand ich die schriftlichen Abiturprüfungen gar nicht soooooo schlimm, wie ich befürchtet hatte. Natürlich musste ich vorher sehr viel lernen, aber die Lehrer haben mir den Stress genommen. Sie haben uns gut zugeredet, Hilfestellungen gegeben und wir konnten sie jederzeit erreichen. Das hat mich sehr beruhigt. Das Schokoladen-Buffet beim Deutsch-Abi hat mir dann die letzte Angst genommen.
Große Angst hatte ich vor der mündlichen Bio-Prüfung. Die Vorstellung, dass ich allein vor drei Lehrern sitze, die mich erwartungsvoll angucken, war der Horror für mich. Aber auch das ist zu schaffen… die Prüfer waren alle sehr nett!
Wie geht es jetzt bei Dir weiter?
Nächste Woche steht erstmal die Zeugnisübergabe an. Dann werde ich endlich meinen Führerschein zu Ende machen, der blieb vor lauter „Lernerei“ auf der Strecke.
Und beruflich weiß ich es noch nicht ganz genau. Erst einmal werde ich weiter bei TK Maxx jobben. Im Februar möchte ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau beginnen und später vielleicht Berufsschullehramt studieren. Ich kann mir aber auch ein duales betriebswirtschaftliches Studium vorstellen. Dies entscheide ich in den nächsten Wochen.
Jetzt genieße ich erstmal die lernfreie Zeit und kümmere mich um mein Pferd!
P.S. Vielleicht sollte man überlegen, ob ehemalige Schüler mit auf die nächste Ski-Fahrt dürfen!
EM-SPECIAL   : Zwei Berichte
Deutschland-Italien – Live Dabei!
Aufstand der Wikinger!!!

Germany Italy

Viertelfinale: Deutschland gegen Italien – ein Rückblick live aus Bordeaux

Deutschland gegen Italien, das ist wohl einer der größten Klassiker des europäischen Fußballs.Diese Begegnung versprach schon vor dem Anpfiff ein großes Spektakel zu werden, wenn man bedenkt, dass es in acht Pflichtspielen noch KEINEN Sieg der deutschen Mannschaft zu verbuchen gab. Und natürlich nicht zu vergessen … das AUS im eigenen Land zur WM 2006 und das in der 119/120 Minute der Verlängerung.

Ich denke einen Favoriten gab es nicht wirklich, da sich die Mannschaften schon auf Augenhöhe begegnen. Die einen sagten, dass Deutschland als Weltmeister mit noch keinem Gegentor Favorit sei, die anderen sahen Italien vorne, auch durch die acht Siege.

Spieltag in Bordeaux
Es war ein bewölkter mit leichtem Regen versetzter Morgen in Bordeaux, als wir die Tickets abholten.
Als wir am Stadion ankamen, konnten wir noch nicht wissen, was hier am Abend passieren sollte. Es war auch nicht wirklich greifbar, dass wir in Bordeaux waren, um am Abend dieses Spiel zu gucken.

Aber der erste Schritt war geschafft – wir hatten die Tickets!

Am Mittag machten wir uns für das Spiel „fertig“ und zogen uns die Trikots über. Nun hatten wir perfektes, sonniges Fußball-Wetter.
So langsam ging die Nervosität los, da man nun auch vermehrt deutsche Fan-Gruppen von bis zu 500 Leuten traf, die schon ordentlich Stimmung machten. Die Stimmung nahm auch in der Straßenbahn nicht ab, als wir zum Stadion fuhren!

Wir sind angekommen!

Gefühlt war das ganze Stadion um 18 Uhr vor Ort – unglaublich was dort los war.
Wir waren im Stadion, welches extra für die EM neu erbaut wurde. Ein tolles Gebäude mit einem mehr als perfekten grünen Teppich.
Um 19:30 Uhr war das Stadion so gut wie gefüllt und die Stimmung nahm definitiv NICHT ab. Es war zu dieser Zeit schon eine geniale Stimmung und Vorfreude von alles zu spüren.
20:45 Uhr und die Mannschaften liefen ein. Die deutsche Kurve mit einer tollen Choreographie und mit lauten Gesängen, um die Mannschaft zu begrüßen. Die Italiener gewohnt leidenschaftlich, um auch hier einen Push zu bewirken.
Als die Nationalhymnen erklangen, waren beide Seite mit voller Leidenschaft am Werk.

Anpfiff

Man kann es gar nicht oft genug betonen, aber diese Stimmung war unfassbar.
In der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Team, sodass es nur jeweils eine Chance auf beiden Seiten gab. Khedira musste in der 16 Minuten raus – es kam Schweinsteiger.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit

Dann in der 54 Minute die erste sehr gute Chance für Deutschland durch Müller. An guten Tagen versenkt er das Ding:).
Unglaublich, aber da ist das 1:0 für Deutschland durch Özil in der 65. Minute. Ich glaube, dass ich nicht betonen muss, dass das Stadion Kopf stand. Die Fans sind noch am feien, da hatte Gomez das 2:0 mehr als nur auf dem Fuß. Ca. 1,5 Meter vor dem Tor versucht er das Leder mit der Hacke ins Tor zu befördern, aber leider ist da ja noch ein Weltmann im Tor – Buffon. Kurz danach muss Gomez vom Feld.
78. Minute
Aus dem nichts ein Elfmeter für Italien.
Bonucci lief an und trifft. Die Italiener waren außer Rand und Band und feierten dieses wie einen Sieg, was verständlich war, da sie bis hierhin keine wirklichen Chancen zu verbuchen hatten. Neuer war in der Ecke, aber der war sehr gut geschossen von Bonucci.
Nach dem Tor war Italien am Drücker und machte Druck.
Zum Glück (zumindest aus deutscher Sicht) konnte diese Phase ohne Gegentor überstanden werden.
Dann war offiziell Schluss. 90 Minuten waren gespielt und es blieb beim 1:1.

Verlängerung

Die Anspannung auf den Rängen nahm zu, da gerade in der Verlängerung immer mal ein Fehler möglich ist und man sich einen Gegentreffer fangen kann.
Die erste Hälfte der Verlängerung war von Taktik und abwartenden Mannschaften geprägt.
Auch die zweite Halbzeit stand im Zeichen keine Fehler zu machen – Defensive gut stehen und auf Konter hoffen.

Abpfiff der Verlängerung……. 1:1 nach Toren.

Oh man, dass Elfmeterschießen entscheidet also wer von beiden Teams ins Halbfinale einzieht. Das ist natürlich auch eine Glückssache.
Die Spieler versammelten sich, um zu besprechen, wer schießen darf/soll oder kann.
Es war nun eine Zeit lang ruhig im Stadion.
Der Schiri bittet die Kapitäne zur Wahl.
Schweinsteiger gewann die Wahl der Seite. Er entschied sich auf die Seite der Italiener zu schießen. Alle im Stadion waren verwundert, da man sich normalerweise die Seite der eigenen Fans aussucht.
Es ging los…..Elfmeterschießen
Insigne – Tor
Kross – Tor
Zaza – verschossen! Er hatte das Ding über die Latte gezogen. Freude auf deutscher Seite. Die Italiener hielten sich die Hände vors Gesicht.
Müller – verschossen! In die rechte Ecke, aber Buffon hat ihn. Jetzt das gleiche Bild, nur umgekehrt.
Barzagli- Tor
Özil – verschossen! Er verlädt Buffon, aber trifft nur den Pfosten. Oh nein, dachte man sich als deutscher Fan. Ist Deutschland nun gebrochen?
Pelle – verschossen! Die Italiener waren frustriert und deutschen haben wir Hoffnung
Draxler – Tor
Bonucci – verschossen! Der Mann, der in der zweiten Hälfte den Elfer machte, verschießt nun! Tolle Parade von Neuer.
Was ist denn hier los – ein auf und ab! Wenn Schweinsteiger jetzt trifft, dann ist Deutschland im Halbfinale.Schweinsteiger – verschossen! Jetzt drehen die Italiener und Buffon durch. Oh man, das war das Ticket.
Nun wurde es im Stadion laut. Alle Fans der deutschen Mannschaft unterstützen bei jedem Elfmeter Manuel Neuer. Sie riefen alle „Neuer, Neuer, Neuer!“
Emanuele  – Tor
Hummels – Tor
Parolo – Tor
Kimmich – Tor
Durchatmen auf beiden Seiten.
De Sciglio – Tor
Boateng – Tor
Die Anfeuerungen wurden für Manuel Neuer nicht weniger! Unglaublich spannend für beide Seiten.
Darmian – Verschossen! Auf den Rängen gab es kaum noch ein Halten, was für eine Freude. Wenn Hector den jetzt macht, dann ist Deutschland weiter und das gegen Italien.
Hector – Tor!!!!!!!!!!!!!! Jetzt brechen alle Dämme auf deutscher Seite. Die Spieler laufen auf sich zu. Im Stadion fielen sich alle in die Arme (egal ob man sich kannte oder nicht)!!!
UNGLAUBLICH!!!!!!!!!!!!
Doch einer der schönsten Bilder für mich persönlich war folgendes:
Alle freuten sich über das Weiterkommen, doch mittendrin sieht man zwei ganz große Spieler aufeinander zugehen – Buffon und Schweinsteiger! Sie gaben sich die Hand und umarmten sich. Mehr sportliche Größe ist wohl nicht möglich!?!

Als alle das Stadion verließen, hörte man nicht einen singen. Lediglich die Schritte auf dem Kiesel waren zuhören. Beide Seiten waren von dem Spiel so mitgenommen, dass die Kraft fehlte.
Es bleibt nur eins zu sagen:

Einmaliges Spiel, einmaliges Erlebnis, einmalige Erinnerungen!

Halbfinale.

[Ein Beitrag von Philip   (IT14/2)-angehender Kaufmann für Versicherungen und Finanzen]

EM2016 Aufstand der Wikinger
Angeführt von ihrem Häuptling Aron Gunnarsson sorgt der kleine Inselstaat derzeit bei der EM in Frankreich für Furore. Spätestens seit dem jüngsten Erfolg über die hoch favorisierten Engländer herrscht der Ausnahmezustand auf der Insel. Anfangs noch für ihre Teilnahme belächelt und als größter Außenseiter der Geschichte zitiert, machte sich das von Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrímsson trainierte Team mit ihrer defensiven Spieltaktik und dem schnellen Umschaltspiel einen Namen.
Die Mannschaft
Seele des isländischen Spiels ist der ehemalige Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson, der das Spiel mit seiner Übersicht und Ruhe lenkt. Er ist zweifelsfrei der Star des Teams.
Ansonsten setzt sich das Team aus Spielern mit besonderen Geschichten zusammen, darunter ehemalige Hobbykicker und Teilzeitspieler aus den schwächeren europäischen Liegen.
Da wäre zum Beispiel Linksverteidiger Skulason, der, als er erfuhr, dass die Nationalmannschaft keinen Linksverteidiger hatte, nach Norwegen wechselte, um sich dort zu empfehlen.
Oder der Torwart Halldórsson, der ursprünglich Filmregisseur war und nur in der dritten Liga aushalf, weil alle Torhüter verletzt waren und sich somit in den Fokus der Vereine spielte.
Der zweite Trainer Hallgrímsson ist Zahnarzt auf Teilzeitbasis.
Aber auch die Trainerkonstellation ist einzigartig in Europa und bezeichnend für die Mentalität der Isländer.
Die Fans
Das Land steht geschlossen hinter dem Team, was sich unter anderem an der Einschaltquote von 99,8% beim letzten Spiel festmachen lässt. Die Leidenschaft und der Glaube etwas Großes mit dem Team zu schaffen verbindet das ganze Land.
Die Leistung der Mannschaft
Wer den Erfolg Islands als Zufall oder Glück abtut, schmälert zweifelsfrei die Leistungen der Mannschaft.
Die Erfolgsgeschichte begann bereits in der Quali, als man hinter Tschechien auf Platz 2 der Gruppe landete – unter anderem vor der Türkei und den Niederlanden.
Bei der EM fand die Geschichte mit Siegen gegen Österreich oder England ihre Fortsetzung.
Und so geht es weiter…
Das Spiel am kommenden Sonntag gegen Gastgeber Frankreich stellt zweifelsfrei das bisher größte Ereignis in der Geschichte des isländischen Fußballes dar. Das ganze Land träumt bereits von der nächsten historischen Nacht. Nun liegt es an den Spielern die Träume wahr werden zu lassen.
Alles andere als ein Sieg Frankreichs wäre nicht normal, aber was ist in der heutige Welt des Fußballs mit astronomischen Ablösesummen schon normal?
[Beitrag von Cass Tiedemann I15/03 – angehender Kaufmann für Versicherungen und Finanzen]

– S U M M E R T I M E –

summerdreams_at_school

Die besten 5 Tipps,
um die Ferien zu überleben

Zählst du auch schon die Tage bis zu den Ferien? Endlich ausschlafen und feiern gehen, den ganzen Stress und die Sorgen des letzten Jahres vergessen. Man ist ausgelassen und gönnt sich wochenlang etwas. Doch dann geht der Sommer vorbei – soweit man in Hamburg von Sommer sprechen kann – dein Schlafrhythmus muss sich wieder regulieren und dein Körper geht aufgrund ungewöhnlicher Trinkaktivitäten auf Entzug. Um trotzdem wieder frisch und motiviert ins neue Schuljahr zu starten – denn wir sind ja auf dem Weg zum Abitur – haben wir hier für dich die 5 besten Tipps um die Ferien zu überleben und hochmotiviert ins neue Schuljahr zu starten.

Tipp 1:

Damit sich dein Körper nicht während der Schulzeit plötzlich auf Entzug umstellen muss, solltest du ungefähr eine Woche vor Ende der Ferien den Konsum von Alkohol auf ein Minimum reduzieren. Am Wochenende oder aufgrund besonderer Anlässe ist Bier natürlich erlaubt.

Tipp 2:

Bereite dich rechtzeitig auf das neue Schuljahr vor, damit du nicht völlig überfordert bist, wenn du ins neue Jahr startest. Natürlich solltest du dich in den Ferien ausruhen und sie genießen. Jedoch wäre es bombastisch, wenn du in der letzten Woche oder am besten sogar die letzten zwei Wochen, deine Schulsachen schon mal wieder unter deinem Tisch und Bett wieder rauskramst und sortierst.

Tipp 3:

Treib am besten etwas Sport in den Ferien, damit du nicht ganz aus der Bewegung kommst und du zusätzlich etwas Gutes für deinen Körper tust. Bier holen ist auch Bewegung!

Wusstest du, dass sich deine Konzentrationsfähigkeit steigert, wenn du Sport treibst ? – Bestimmt, wir wollten es nur noch mal sagen.

Tipp 4:

Fahre in den Urlaub oder mach dir Hamburg zu einem Urlaub, sofern das Wetter mitspielt. Das kann man ja in Hamburg nicht immer einschätzen.Heute Sonnenschein und Flip-Flops und morgen wieder Winterjacke und Gummistiefel.

Wenn du die finanziellen Möglichkeiten besitzt, dann solltest du dir eine kleine Auszeit gönnen, damit du dich richtig erholst. Ein kleiner Städtetrip von Hamburg nach Köln oder nach Berlin wäre doch etwas ? Schau dir die Verbindungen beim Flixbus Unternehmen doch mal an, attraktive schülergerechte Angebote sind mit dabei! Aber auch Mitfahrgelegenheiten können sehr günstig sein.

Tipp 5:

Als letzten Tipp wollen wir einfach nur sagen: Genieße die Ferien! Wir haben nicht umsonst so viel geschuftet und standen kurz vor dem Nervenzusammenbruch, wenn wieder mal alle Lehrer sich dazu entschieden haben, alle Klausuren innerhalb von drei Wochen zu schreiben – wie soll es auch anders sein, man hatte ja die drei Monate davor nicht genügend Zeit. Und uns wird immer gesagt, wir sollen an unserem Zeitmanagment arbeiten. Also freue dich auf die nächsten sechs Wochen. Es wird ein Traum!

[Susanne, Sara, Simon – BG 17/8]

Auf Einladung von Anja Hajduk (MdB)  ging es nach BerlinReichstagUnser Ziel war ein Besuch der Hauptstadt Deutschlands. Wir wollten die deutsche Politik und das deutsche Recht besser kennenlernen.

Manche von uns sind noch nie in Berlin gewesen. Deshalb fanden wir die Stadtrundfahrt am ersten Tag gut. Außerdem haben wir gemeinsam das Halbfinale-Spiel Deutschland gegen Frankreich geguckt. Schade, dass Deutschland das Spiel verloren hat! Aber trotzdem hat es uns Spaß gemacht.

Vielleicht hätten wir mehr die Stadt kennenlernen müssen, als Politiker zu treffen. Aber was wir dort gemacht haben, war gar nicht unnütz.

Während unseres Ausflugs haben wir in verschiedenen Restaurants gegessen und sie waren gar nicht so schlecht.

Das, was wir in der Freizeit gemacht haben, hat uns am meisten gefallen!

Am letzten Tag haben wir den Bundestag besucht und dort die Glaskuppel auf dem Reichstagsgebäude gesehen. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt!

Berlin von obenWir finden, es wäre besser gewesen, wenn wir länger in Berlin hätten bleiben können, um die Stadt besser kennenzulernen. Aber trotzdem ist es eine schöne Erinnerung für uns.

Wer wir sind?

Wir sind zwei Klassen jugendlicher Migranten (IVK 15/1 und IVK 15/2), die an der Beruflichen Schule St. Pauli ein Jahr zur Schule gingen.Gruppenfoto

[Für den Text verantwortlich sind: Fartash, Youssef, Radu, Edonis]

[Die Fotos sind von Ahmed und Brwj]