Besuch von Politik-Experten aus den USA

Am Freitag, den 18. November 2016 hatten wir, die Klasse B15/61 einen fesselnden und informativen Besuch aus Übersee. Ein Vertreter der Grünen Jugend und des ASPEN Institutes haben es uns möglich gemacht, 7 Persönlichkeiten aus den USA und einen Vertreter der Jungen Union kennenzulernen und ihnen Fragen zu stellen.

Es waren unter anderem zwei Mitarbeiter der kalifornischen Regierung, eine Dame der IOM, eine Journalistin der Zeitung „Reuters“ sowie ein College-Leiter, eine selbständige Unternehmensberaterin und eine Mitwirkende einer NGO zu Besuch. Etwas mehr als eine Woche nach den Wahlen in den USA, die sicher viele von uns überrascht haben, konzentrierten sich unsere Fragen natürlich hauptsächlich auf den neu gewählten Präsidenten der USA, Donald Trump. Zunächst hat uns sehr interessiert, was die Amerikaner von Donald Trump halten.

Intensive Diskussion mit amerikanischen Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten über die US-Wahlen, Trump und TIPP. Und alles auf Englisch. Ein echtes Highlight im Politikunterricht.

Teilen Sie die mehrheitliche Meinung Europas?

Ja, die Mehrheit der anwesenden Gäste war der Meinung, dass Trump die falsche Entscheidung war. Zudem wurde erwähnt, dass eine große Ungewissheit herrsche und man beachten sollte, dass Donald Trump zuvor eine Person der Öffentlichkeit war. In dieser Welt habe er eine Show inszeniert – und man kenne bis jetzt nur seinen Wahlkampf, der auch einer Show glich.

Aufgrund der großen ethnischen Vielfalt in den Vereinigten Staaten und Trumps zuvor getätigten negativen Aussagen bezüglich Minderheiten – Schwarze, Latinos & LGBT – bestimmten ein paar unserer Fragen den Inhalt: Rassismus gegenüber Minderheiten und wie man diese schützen möchte. Mehrere berichteten von extremen Anfeindungen auf den Straßen gegenüber sozialen Randgruppen und einer geballten Ladung offenem Hass.

Dies sorgte für bedrückte Stimmung. Die kalifornischen Vertreter betonten, dass es in Kalifornien glücklicherweise fortgeschrittener und liberaler zugehe.

Als weiteres Thema wurde TTIP angesprochen, was zu einer intensiven Diskussion zwischen den Politikern der Grünen Jugend und der Jungen Union führte. Jedoch war dies sehr lehrreich und hat uns gewisse Standpunkte der Parteien herausfiltern lassen. Diese Diskussion wurde schließlich von den amerikanischen Gästen unterbrochen, da diese uns zu unserer Ausbildung, unseren Bildungsmöglichkeiten in Deutschland und zu unseren persönlichen Ängsten befragen wollten.

Nach der Talkrunde kam es noch zum regen privaten Austausch zwischen den Schülern und den Gästen.

[Beitrag Bankenklasse B15/61 | Dezember 2016]