Gefangene informieren Jugendliche

Präventionsunterricht in der Av-Dual am 26.01.18

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Heute kamen zwei ehemalige Inhaftierte zu uns in den Unterricht und erzählten uns von dem „Leben im Knast“ und wie es dazu kommen kann, auf die „schiefe Bahn“ zu gelangen.

Erstmal unterhielten wir uns darüber, welche verschiedene Straftaten es so gibt: Einbruch, Drogenhandel, Totschlag, Mord, …
Aber auch ohne HVV- Karte U- Bahn zu fahren, ist natürlich eine Straftat. Zur Zeit sitzen in Hamburg übrigens ca. 100 Personen im Gefängnis, wegen Schwarzfahren im HVV-Bereich.

Ein Film über das Gefängnisleben in Untersuchungshaft schilderte den öden und trostlosen Alltag im Gefängnis. Am schlimmsten ist die unendliche Langeweile und Einsamkeit im Knast. Deswegen ist auch die Selbstmordrate im Gefängnis viermal höher als im normalen Leben.

Beide ehemalige Inhaftierte, die bei uns im Unterricht waren, saßen über 12 Jahre im Gefängnis! Auch das Leben nach der Haftstrafe ist schwer. Denn mit einem Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis ist es fast unmöglich, einen gut bezahlten Job zu bekommen.

Es war ein spannender Unterricht, der uns alle nachdenklich gemacht hat, denn eigentlich kennt man das Gefängnisleben nur aus coolen Filmen. Aber der Alltag im Gefängnis – der ist alles andere als cool!

26. Januar 2018, Av-Dual-Klasse von Frau Patzner