BS11-Kulturtag Dezember 2016

Mittwoch, 21.12.2016 – 2 Tage vor den Weihnachtsferien. Das Foyer der BS11 präsentierte sich in ganz neuem Gewand:  Der Erste BS11-Kulturtag  verwandelte diesen öffentlichen Raum in ein wunderschönes und abwechslungsreiches Kulturspektakel. Gezeigt wurde, was die SchülerInnen und Schüler der BS11 im künstlerischen Bereich „so alles drauf haben“.

Die Ausstellungstafeln aus dem  Kunstunterricht, aber auch aus den Fächern  Deutsch und Philosophie zogen die neugierigen Blicke der zahlreichen Besucher an.  Was hier an Fantasie, Vielfältigkeit und Reflexionstiefe zu sehen war, machte manchen sprachlos.  Großen Beifall  erntete die Theatervorführung der Vorsemesterklassen mit Szenen aus Schillers „Verbrecher aus verlorener Ehre“.

Ganz zum Schluss dann die Musikdarbietungen.  Durch technische Umbauten kam es zu  Verzögerungen, die Zuhörer hatten sich eigentlich schon verabschiedet – aber als die ersten Klänge ertönten, kamen im Nu alle wieder zurück. 3 wunderschöne Klavierstücke und 2 echte virtuose Gitarrenstücke waren zu hören, Johanna und Mohammed bekamen dafür einen Riesenapplaus von der Schülerschaft. Leider musste der geplante Auftritt der neuen BS11-Schülerband wegen Krankheit von  mehreren Bandmitgliedern abgesagt werden – er wird aber demnächst nachgeholt. Versprochen! Und alles sind schon mächtig gespannt.

Tja, und wer nicht dabei war, kann sich nun hier weiter unten einen Eindruck von unserem Kulturtag machen. Wir haben die Website in 3 Abschnitte aufgeteilt:

Teil 1. Die Ausstellungen im Foyer (Galerie)
Teil 2. Theater auf der Bühne (Bilder und Erläuterungen)
Teil 3. Musik auf der Bühne (3 Musikvideos)

Na dann viel Spaß beim Scrollen – und vielen vielen Dank an Frau Goldbek, die sich mit der Organisation dieses Tages echte Lorbeeren verdient hat. Wir freuen uns heute schon auf eine Neuauflage.

Teil 1. Die Ausstellungen im Foyer

Willkommen zur Präsentation des Ersten BS11-Kulturtages! Vor mir, und links und rechts von mir tolle und fantasievoller Architekturmodelle aus Papier. Und nun klicken und scrollen Sie mal und entdecken die Kreativität unserer Schülerschaft.

Hier zunächst eine Kunstgalerie – ein Ausschnitt aus den vielfältien Schülerarbeiten des Kunstunterrichts.

 

Die Macht der Formensprache – Deutungen und Bedeutungen.

Teil 2. Theater auf der Bühne

Der Theaterkurs der Vorsemesterklassen hatte in diesem Halbjahr eine schwere Aufgabe: Schillers: Verbrecher aus verlorener Ehre Die Geschichte des „Sonnenwirth“, Christian Wolf, der zum Verbrecher, sogar zum Mörder wird und schließlich doch zu sich selbst findet.

Für die 12. Und 13. Klassen eine „Pflichtlektüre“ im Zentralabitur, für den Theaterkurs eine Herausforderung.

In fünf Kleingruppen haben die Schauspieler sich den Text erarbeitet und sich überlegt, wie man ihren Teil am besten auf die Bühne bringen kann. So sind fünf Teile entstanden, mit fünf „Christians“ die so unterschiedlich sind, wie die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums. Aus fünf Teilen musste dann ein Ganzes werden und natürlich wurde am Vortag ein „Christian“ krank, so dass wir umbesetzen mussten.

Selten sah man in der Schule so viel Engagement und Einsatzbereitschaft wie in diesem Theaterkurs – wann kommt es schon mal vor, dass Schüler im Unterricht sagen: „Oh nein, die Zeit ist gleich rum!“ ?

Natürlich läuft eine Uraufführung nicht ganz ohne Schwierigkeiten ab. Wenn der Hirsch 15 Minuten vor Beginn noch in der Bahn sitzt, Waffen und Munition verschwinden, dann heißt es Nerven bewahren und improvisieren.

Die Vorsemesterklassen des Beruflchen Gymnasium mit Schillers „Verbrecher aus verlorener Ehre“ – eine respektable Leistung.

Herausgekommen ist eine lebendige Inszenierung, die nicht nur das kritische Publikum applaudieren lies, sondern auch Schillers Text gerecht wurde: Die Entwicklung Christian Wolfs vom einfachen Burschen zum Verbrecher, Mörder, Räuberhauptmann und schließlich reuevollen Menschen zeigt uns eine Figur in der verschiedene Charaktere stecken. Die vier Christians auf der Bühne (Cindy, Ben, René und Vin) sind so unterschiedlich, wie Christian Wolf in den einzelnen Phasen seines Lebens ist. Gleichzeitig zeigen diese vier einen Querschnitt durch die bunte Schülerschaft des Beruflichen Gymnasiums St. Pauli.

Teil 3. Musik auf der Bühne

Johanna spielt die Filmmusik aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“

 

Mohammed mit einer Rumba auf spanischer Gitarre.

 

Mohammed bei einer selbstkomponierten Klavierfantasie.

 

[Bilder: Mette Seifert, R. Losse | Videos: Moritz Behnke – Danke Moritz! |
Texte: Marcel Thimm, R. Losse]